08.04.2013 | Junge Entdecker im Main-Kinzig-Kreis

Bildungsdezernent würdigt vorbildliche Initiative der Kathinka-Platzhoff Stiftung und der Volkshochschule

Die kreiseigene Bildungspartner Main-Kinzig GmbH unterhält mit ihrer Volkshochschule schon seit Jahren eine sehr gute Kooperation mit der Kathinka-Platzhoff Stiftung. Diese seit 1981 tätige, in Hanau ansässige Stiftung wurde von Kathinka Platzhoff, einer Enkeltochter des Hanauer Unternehmensgründers Wilhelm Carl Heraeus, gegründet. Die Ziele der Stiftung umfassen neben vielem anderen auch den Schutz der Familie und eine anspruchsvolle Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Und genau hier greift die Kooperation mit der Volkshochschule, denn gemeinsam haben Stiftung und vhs die „Initiative Junge Entdecker Main-Kinzig" ins Leben gerufen, die sich ganz der frühkindlichen Bildungsarbeit verschrieben hat.

Die Initiative besteht seit 2011. Sie wird von einem gemeinsam getragenen Projektbüro gesteuert, das im Bildungshaus in Gelnhausen und in den Räumen der Stiftung in Hanau seinen Sitz hat. Von hier aus werden für das Kreisgebiet und Hanau Projekte wie z. B. das „Haus der kleinen Forscher" oder der „KinderCampus Main-Kinzig" geplant, betreut und weiterentwickelt.

„Auf der Grundlage dieser gelungenen Zusammenarbeit konnten wir im Jahr 2012 mehr als 3.200 Kinder in Kitas und Grundschulen, über 430 pädagogische Fachkräfte und ca. 1.470 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an besonderen Aktionen erreichen" - hob Dr. André Kavai, Erster Kreisbeigeordneter und Bildungsdezernent, erfreut hervor und betonte, „dass man das vorbildliche Engagement der Stiftung gar nicht hoch genug schätzen könne."

Thorsten Hitzel, Geschäftsführer der Kathinka-Platzhoff Stiftung, hatte anlässlich des Treffens mit dem Bildungsdezernenten und dem Geschäftsführer der Bildungspartner und Leiter der vhs, Horst Günther, eine erfreuliche Botschaft zu überbringen: „Aufgrund der fruchtbaren und sehr kreativen Zusammenarbeit mit der Volkshochschule hat sich der Stiftungsvorstand dazu entschlossen auch 2013 wieder 36.000 € für die gemeinsam getragene Bildungsarbeit zu investieren". Hitzel ist fest davon überzeugt ist, dass die von der Dachmarke „Junge Entdecker im Main-Kinzig-Kreis" ausgehenden Impulse insbesondere im naturwissenschaftlich-technischen Bereich dauerhafte Wirkung zeigen werden.

Unter der Dachmarke wurden bisher mit Unterstützung der bundesweit aktiven Initiative „Haus der kleinen Forscher" über 50 Kinderbetreuungseinrichtungen durch Fortbildung und Qualifizierung der Erzieherinnen zu einem regionalen Netzwerk zusammengeschlossen. „Ab 2013 wollen wir dieses geschlossene Netzwerk nun für alle interessierten Kigas und Kitas des Kreises und der Stadt Hanau öffnen" - erläuterte Günther das weitere Vorhaben. Hierzu werden entsprechende Qualifizierungsmodule über das vhs-Programm angeboten. Detaillierte Informationen bietet auch die gemeinsam von Stiftung und vhs herausgegebene Website www.junge-entdecker.de.
Dass die Pädagogik des forschenden, entdeckenden Lernens nun in einem zweiten Entwicklungsschritt in diesem Jahr auch noch auf Grundschulen übertragen werden soll, freut den Bildungsdezernenten besonders: „Es ist gut, wenn Kindergartenkids durch frühkindliche Bildung angeregt und motiviert werden; es ist noch besser, wenn das geweckte Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen in der Grundschule nicht versandet, sondern weiter gefördert wird."

Deshalb wird es am 23. April im Bildungshaus in Gelnhausen von 14:30 bis 18:30 Uhr eine Fachtagung geben, die das Ergebnis einer eineinhalbjährigen Pilotphase mit vier Grundschulen des Main-Kinzig-Kreises zum Thema hat. Den Gastvortrag mit dem Titel „Weck' den Forscher in Dir! Neurowissenschaftliche Grundlagen und Bildungsforschung für die Grundschule" hält die Wissenschaftlerin Dr. Beata Williams vom Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Universitätsklinik Ulm. Eingeladen sind alle Grundschulen des Kreises und der Stadt Hanau. Weitere Informationen und Anmeldung unter 06051 91679-0 oder

Bild zur PM vom 08.04.2013


(v.l.n.r.) Thorsten Hitzel, Dr. André Kavai, Horst Günther 

 

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