Page 10 - Gezielt weiterbilden – Zukunft sichern
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Praxis
auch? Kann es das Gewünschte umsetzen? Verhaltensauffällig- Gesehenem ist eine der Grundvoraussetzungen für das Malen-,
keiten und Entwicklungsstörungen könnten die Folge sein, wenn Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen. Aber nicht nur dafür,
wichtige Meilensteine fehlen und „Zeitfenster“ verpasst werden. sondern auch für eine gute Bewegungskoordination und das
Nur manchmal ist ein Nicht-Wollen das Problem. Eine frühe Gleichgewicht. Sie beeinflusst zudem nachhaltig die Aufmerk-
Erkennung hilft, um eine wirkungsvolle Förderung zu ermög- samkeit und Konzentration. Dieser komplexe Vorgang ist vielen
lichen. In dieser Fortbildung erhalten Sie neben theoretischen Störungspunkten ausgesetzt, sodass die Umwelt nicht voll-
Grundlagen zur auditiven Wahrnehmung und Sprachentwicklung ständig, leicht verzerrt oder undeutlich erlebt werden könnte.
(0–7 Jahre) viele praktische Beispiele und Selbsterfahrungen, Entwicklungs- oder Teilleistungsstörungen könnten die Folge
um den gesunden Spracherwerb sowie mögliche Abweichungen sein. Laut Studien nahmen in den letzten Jahren Sehstörungen
nachempfinden zu können, sodass eine funktionierende Kommu- unterschiedlichster Art exponenziell zu. Es ist daher wichtig,
nikation verstanden und in ersten Ansätzen angeleitet werden visuelle Wahrnehmungseinschränkungen frühzeitig zu erkennen
kann. und entsprechend handeln zu können. Genaue Beobachtungen
Bitte mitbringen: in Kindergarten, Tagespflege, Schule und im häuslichen Alltag
• Eine ausgeschlafene Stimme ermöglichen es, durch gezielte Förderung bei den Kindern be-
• Strohhalme mit möglichst unterschiedlichen Durchmessern stehende Defizite zu kompensieren oder zu verhindern.
und Längen In diesem Kurs beschäftigen wir uns daher in Theorie und Praxis
• Gerne einen Schlauch (z. B. Aquariumschlauch, 35 cm lang, mit:
ca. 1 cm Durchmesser) • der Entwicklung der visuellen Wahrnehmung
• Eine leere 0,5-Liter-Flasche • den differenzierten Bereichen der visuellen Wahrnehmung
• Evtl. vorhandenes Spielzeug/Spiele für die Sprache und/oder • den Beobachtungsmöglichkeiten der visuellen Wahrneh-
auditive Wahrnehmung mungsfähigkeit im Alltag und vielen Handlungsvorschlägen
• Fallbeispiele und Fragen
Maria Schäfer
Maria Schäfer 13.06. 1-mal Sa. 09:00-16:00 8 UE 7058220 89,00 €
21.11. 1-mal Sa. 09:00-16:00 8 UE 7058218 89,00 € Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Ukulele – leicht gelernt
Vom Greifreflex bis Stift und Schere Die Ukulele ist in letzter Zeit sehr populär geworden. Sie ist ein
Feinmotorik von 0–7 Jahren ideales Instrument für Kindertagespflege, Kindergarten und
Zupacken und festhalten, wegwerfen oder vorsichtig zur Seite Schule und ist leicht zu transportieren. Das Instrument hat nur
legen, Dinge von rechts nach links geben, puzzeln, einen Ball vier Saiten und ist als Begleitinstrument schnell zu erlernen. Die
werfen, Schnürsenkel binden, einen „ordentlichen“ Kreis malen, Ukulele hilft, den Kindern eine rhythmische Grundlage zu geben.
auf der Linie schneiden und sicher mit Besteck umgehen ... im Sie kann hervorragend das Singen und Spielen der Kinder
Laufe ihrer Entwicklung wird Kindern viel „Lernstoff“ abver- anregen. Sie ähnelt in der Bauart der Gitarre, hat aber einen viel
langt. Neben Kraftdosierung, Fokus und Auge-Hand-Koordi- kleineren Korpus und klingt höher. Es gibt sie mit verschiedenen
nation entwickeln sich verschiedene, aufeinander aufbauende, Stimmungen. Die Saiten-Variante mit G, C, E, A hat den Vorteil,
Greifformen. Diese haben alle, je nach Einsatzgebiet und dass die Akkorde sehr kompatibel sind zu den Orff-Instru-
qualitativen Anforderungen, ihre Berechtigung. Eine „richtige“ menten wie Xylofon, Glockenspiel oder Klangbausteinen sowie
Stifthaltung ist dann der krönende Abschluss. Ein ausgereiftes der C-Flöte. Das bedeutet, dass Akkorde wie C-Dur, F-Dur und
Handgeschick ist ein Schlüssel für vielfältige Kompetenzen G-Dur relativ leicht zu greifen sind. Innerhalb eines Tagessemi-
im alltäglichen Leben, ob mit oder ohne Material. Nach einer nars sollen in dieser Fortbildung die wichtigsten Grundlagen des
kurzen theoretischen Einführung in die Meilensteine der feinmo- Spiels mit der Ukulele samt Praxisbeispielen aus der Kinder-
torischen Entwicklung (0–7 Jahre) überprüfen wir selbst unser liedszene erarbeitet werden. Wir wollen uns auf überschaubare
Handgeschick und unsere grafomotorischen Fähigkeiten und harmonische Grundlagen beschränken. Es geht los mit dem
erproben praktisch: Stimmen, dann kommen die Haltung des Instrumentes und
• Bildungsinhalte mit verschiedenen Materialien die ersten Lieder mit einer Harmonie. Im weiteren Verlauf der
• Alternativen bei Vermeidungsverhalten oder motorischen Veranstaltung werden die ersten Akkorde gewechselt. Einfache
Einschränkungen traditionelle sowie neu geschriebene Stücke stehen auf dem
• Bekannte und neue Spiele für die Handmotorik und Auge- Programm. Es gibt außerdem Hinweise zum Transponieren und
Hand-Koordination zum Einsatz eines Kapodasters. Es sind keine Notenkenntnisse
Bitte mitbringen: Bewegungslustige Finger, Fragen/Fallbei- erforderlich. Weiterhin werden Hinweise zum Singen mit Kin-
spiele und ein Lieblingsspiel dern gegeben. Im Mittelpunkt stehen einfach zu spielende Griffe
sowie einfachste Zupf- und Schlagtechniken.
Maria Schäfer Wenn möglich, bitte eine Ukulele mitbringen! Es gibt aber
18.04. 1-mal Sa. 09:00-16:00 8 UE 7058219 89,00 € auch einige Exemplare zum Ausleihen.
Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30 Wolfgang Hering
11.11. 1-mal Mi. 09:00-16:00 8 UE 7058221 89,00 €
Hast Du Tomaten auf den Augen? Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Visuelle Wahrnehmungsentwicklung von 0–7 Jahren
Was funktioniert da beim Schneiden mit der Schere nicht? Wieso Entspannung für Kinder mit allen Sinnen
kann der im Stuhlkreis nicht stillsitzen? Wann sollte sie ihre Täglicher Zeitdruck, ein voller Terminkalender, Lautstärke
Schnürsenkel allein binden können? Wieso gelingt ihr das Puzzle sowie hohe Erwartungen anderer und an sich selbst gehen nicht
nicht? Ist er immer so tollpatschig? Solchen Fragen sehen sich spurlos an Kindern und Erwachsenen vorbei. Kinder erleben und
pädagogische Fachkräfte und Eltern immer wieder im Alltag leben diesen Alltag, dieses Verhalten, diesen Stress mit. Klein-
gegenüber. „Und was hat das alles überhaupt mit dem Sehen zu kinder imitieren Verhaltensweisen schon sehr früh im Leben und
tun?“, fragen sie dann zu Recht. Eine korrekte Verarbeitung von
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