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114 KULTUR(-TECHNIKEN)
Kunstgeschichte Kursteilnehmer sind nun die Zuschauer. So gönnen wir uns für unsere
Theaterspielereien alle Phasen des Theaters.
Auskunft: 06051-91679-23 oder -12
Klaus Ziegler
Griechische Tempel und Heiligtümer 27.04.-15.06. 6-mal Do. 19:00-20:30 12 UE 2020202 48,00 €
Die Grundformen der griechischen Tempel sind uns allen bekannt. Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Die Rezeption ihrer Architektur und ihrer Bauelemente reichte über
alle nachfolgenden Epochen bis in unsere Gegenwart. Das zunächst Keine Angst vor klassischer Musik
einheitliche Bild des griechischen Tempels trügt jedoch. Beim näheren Grundlagen für den Spaß am Hören
Hinsehen eröffnen sich vielschichtige Einblicke in seine konstruktiven
Elemente und in seine Funktionalität. Wir untersuchen zunächst Ent- Musik ist bekanntlich Geschmacksache. Dieser Kurs soll mit einer
stehungsgeschichte und Stilentwicklungen durchaus unterschiedlicher Vielzahl von (kurz gehaltenen) Hörbeispielen allen Interessierten
Bautypen und deren Fortwirken und Umdeutungen bis in die römische die sogenannte „klassische Musik“ nahebringen. Dabei wollen wir
Zeit. Ausführlich werden Grabungsergebnisse des in den letzten Jahr- versuchen, eine Abgrenzung zur sogenannten „Unterhaltungsmusik“
zehnten erforschten Heiligtums von Abai bei Kalapodi vorgestellt, die zu finden (gibt es die und braucht man die überhaupt?). Wir werden
neue Einblicke in dessen Geschichte und Kult erbrachten. Der Referent die Merkmale der Hauptepochen der Musikgeschichte herausfin-
gehörte viele Jahre zum Grabungsteam und ist mit der Bearbeitung den und die bekanntesten Komponisten etwas genauer vorstellen.
sensationeller Eisenfunde betraut, über die an diesem Abend ebenfalls Teilnehmer(innen)wünsche werden bei den Hörbeispielen selbstver-
berichtet wird. ständlich berücksichtigt. Bei entsprechender Nachfrage wird eine
Der Vortrag kann zur Vorbereitung einer im Mai geplanten Studienreise Kursverlängerung angeboten.
nach Griechenland dienen.
Alexander Noblé
Dr. Hans-Otto Schmitt 22.03.-26.04. 6-mal Mi. 19:00-20:30 12 UE 2303100 54,00 €
21.03. 1-mal Di. 18:00-20:15 3 UE 1012100 12,00 € Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
Politisierte Musik Online
Kurt Weill, Paul Dessau und Hanns Eisler
Theater, Musik und Kleinkunst und ihre Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht
und ihre Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht
Auskunft: 06051-91679-23 oder -12 Nicht nur nach Meinung von Marcel Reich-Ranicki war Bertolt Brecht
der bedeutendste deutsche Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Gleich-
zeitig war er auch ein profiliertes literarisches Gesicht des Kommu-
nismus – am Ende der Weimarer Republik und in den Anfängen der
© CC BY-SA 3.0 – Arden Wong – wikimedia.org Er revolutionierte mit seinen Stücken und seiner Aufführungspraxis
DDR. Gleichwohl fand er schon früh auch Anerkennung in der damals
noch „stramm antikommunistischen“, restaurativen Bundesrepublik.
auch das moderne Theater grundlegend. Dabei nutzte er alle ihm zur
Verfügung stehenden Medien – vor allem Musik, aber auch den neuen
Tonfilm. Seine enge Zusammenarbeit mit den ihm teils auch ideolo-
gisch verbundenen Komponisten Kurt Weill, Paul Dessau und Hanns
Eisler schrieb Theater- und auch Musikgeschichte. Diese Entwicklung
soll hier kurz skizziert werden. Der Schwerpunkt der Darstellung wird
Komponisten liegen. Dabei soll auch deren „unpolitisches“ musika-
Kultur(-techniken) aber mit zahlreichen Hörbeispielen auf den drei z. T. vergessenen
lisches Werk Beachtung finden.
Alexander Noblé
3 UE
2303102d
10,00 €
07.05.
1-mal
So. 11:00-13:15
Online
Theaterspielereien wikimedia.org
Der Kurs ist ein „Spielraum“ für jedes Alter, für alle, die Freude am © CC BY-SA 3.0 – Wolfgang Böhm –
Darstellen, dem Ausspielen ihrer Kreativität im Rollen- und Theater-
spiel haben. Gemeinsam leben wir unsere Spiellaune aus und regen
gegenseitig unsere Kreativität im Darstellen an. Wir schlüpfen z. B.
in Rollen aus dem Alltag, Figuren aus Märchen, Geschichten, Fil-
men, Theater sowie in spontan erfundene Typen und Charaktere ...
Auch unserem Spaß am Imitieren, Variieren, Karikieren und Erfinden
von Rollen sind keine Grenzen gesetzt. Selbst Tische, Autos, Tiere,
Pflanzen können wie im Comic lebendig werden. Dieselbe Freiheit gilt
auch für das Improvisieren mit Spielorten. Auch hier schaffen wir die
Atmosphäre und Gegebenheiten mit unserer Kreativität im Darstellen.
So gestalten und spielen wir Plätze aus der Alltagswelt genauso wie
ferne Orte und Fantasiewelten. Als Impulse, Anregungen für ein Spiel,
greifen wir Themen aus der Gegenwart genauso auf wie Einfälle aus
der Gruppe und Szenen aus Vorlagen. Mit wechselnden Kleingrup-
pen bilden wir immer wieder ein neues Ensemble. Dieses Ensemble
entwickelt spielerisch kurze Szenen: die Inszenierung. Anschließend
werden diese „Ministücke“ vorgespielt: die Aufführung. Die anderen

