1. Halbjahr 2019:
Macht und Herrschaft

Die Volkshochschule der BiP präsentiert Ihnen nun schon zum zwölften Mal einen universitären Vortragszyklus, der über ein ganzes Halbjahr ein bestimmtes Thema beleuchtet, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht. Unsere Referenten sind zum einen absolute Fachleute auf ihrem Gebiet, forschen ständig zu den Themen, die sie Ihnen präsentieren, kommen zum anderen aber auch überwiegend aus der Region. So können sie neueste Forschungsergebnisse mit lokalem Bezug verbinden – wo dies möglich und sinnvoll ist. In unserer Region finden sich viele Spuren aus den Jahrtausenden menschlicher Besiedlung, und wir wollen Ihnen all das zeigen.

Solange die Menschen existieren, haben sie sich in Gruppen zusammengeschlossen, später – sesshaft geworden – in Siedlungen zusammen gelebt, Städte gegründet und erst ganz viel später auch Staaten. Immer hat es in dieser Geschichte Herrschaft gegeben, immer wurde Macht ausgeübt. Lange wurde das Prinzip der Seniorität angewandt, Ältere und Älteste bestimmten den Lauf der Dinge. Oder es galt das Recht des Stärkeren. Beides waren legitime Herrschaften, auf die sich die jeweiligen Familien, Clans oder Verbände verständigt hatten. Je größer die jeweiligen staatlichen Gebilde und Gesellschaften wurden, desto ausgeklügelter wurden die Mechanismen der Legitimation von Herrschaft. Bald mussten Götter herhalten, die Macht verliehen oder nahmen. Und in der Antike kam die Idee einer Volksherrschaft auf, einer Demokratie. Bis diese sich aber in der heutigen uns vor allem bekannten Form der liberalen und repräsentativen Demokratie durchsetzte, vergingen noch viele Jahrhunderte. Und diese Entwicklung verlief keinesfalls linear, sondern in Phasen der Revolution und Regression, der Aushöhlung tradierter und des Misstrauens in neue Machtkonstellationen. Die Demokratie hat sich  auch heute noch keineswegs überall durchgesetzt. Und dort, wo man das dachte, ist sie erneut in Gefahr. Wie ist alles so gekommen? Im neuen sg-Semester wollen wir die Geschichte(n) nachzeichnen und auf aktuelle Fragestellungen schauen. 2019 jähren sich viele entscheidende Daten gerade der deutschen Geschichte, denken wir nur an die revolutionären Entwicklungen in Deutschland nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und 1919, an die Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 oder die friedliche Revolution 1989. Wir schauen aber noch viel weiter zurück in der Geschichte – zum Beispiel ins Jahr 1189 und zu Kaiser Friedrich I. Barbarossa – und laden Sie ein, mit uns zu kommen.

Bitte beachten Sie die besonderen Anmeldebedingungen zum studium generale am Ende dieses Themenschwerpunktes.

Endlich gleiche politische Rechte für Frauen!? 100 Jahre Frauenwahlrecht und der lange, steinige Weg dorthin
Reihe studium generale

Dass in Deutschland Frauen an den Wahlen teilnehmen und sich auch als Kandidatinnen aufstellen lassen, erscheint uns heute als große Selbstverständlichkeit. Doch dieses Menschenrecht war den Frauen, die immerhin die größere Hälfte der Bevölkerung darstellen, lange Zeit vorenthalten worden. Es musste genauso eingefordert und erkämpft werden wie das allgemeine Wahlrecht für die männlichen Bürger. Doch der Weg dahin war für Frauen deutlich länger und steiniger – er begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und endete am 12. November 1918, als im Zuge der Novemberrevolution das Frauenwahlrecht proklamiert wurde und damit die Frauen endlich die gleichen staatsbürgerlichen Rechte wie die Männer erhielten. Am 19. Januar 1919, bei der Wahl zur verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung, war es dann soweit: Frauen konnten zum ersten Mal wählen und gewählt werden.
Wie und von wem das Frauenwahlrecht erkämpft wurde, welche Auswirkungen das hatte und wie sich die Situation heute darstellt, wird in diesem Vortrag beleuchtet.

Kategorie
 

Zielgruppen - Erwachsene (ab 18)

Kurs-Nr.
  1011009
Kursort
  Gelnhausen (verschiedene Orte)
                 
Anzahl Tage
  3 UE an einem Tag
Alle Kurstermine
 
Wochentag/Datum
 
Uhrzeit
 
Ort
  Do, 06.06.2019
  19:00 Uhr  bis  21:15 Uhr   Bildungshaus Main-Kinzig
 
Gebühr
  12.00 €
Kursleiter/in
  Dr. Elke Schüller
Status
 
 
   
 
     
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Das studium generale trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Ganz wie in einem Studium können Sie sich für die gesamte Veranstaltungsreihe „einschreiben“ und erhalten so einen Subskriptionspreis*. Die Veranstaltungen liegen leicht planbar an insgesamt zehn Donnerstagabenden zwischen März und Juni 2019, die Ferien und Feiertage bleiben selbstverständlich ausgespart.

Das studium generale ist ein Gemeinschaftsprojekt, das langfristig ausgelegt ist. So sind alle unsere Expertinnen und Experten sehr motiviert, mit Ihnen gemeinsam in den nächsten Jahren Historie und Aktualität zu erforschen. Immer wieder werden dabei auch Gastreferentinnen und -referenten das Studium mit ihrer spezifischen Expertise bereichern.

*) Wenn Sie sich vor Beginn der Reihe, d. h. bis zum 11. März 2019, für alle zehn Veranstaltungen anmelden, erhalten Sie einen Rabatt von 20 % auf den Gesamtpreis. Statt 120 € kostet die Reihe dann 96 €. Abmeldungen für einzelne Veranstaltungen können dann im Laufe des Halbjahres allerdings nicht mehr berücksichtigt werden. Keine Kombination mit anderen Ermäßigungen möglich. 

Hier können Sie sich das pdf-Dokument () inkl. Anmeldung herunterladen. 

 

 

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