2. Halbjahr 2018:
Glaube und Religion

Die Volkshochschule der BiP präsentiert Ihnen nun schon zum zwölften Mal einen universitären Vortragszyklus, der über ein ganzes Halbjahr ein bestimmtes Thema beleuchtet, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht. Unsere Referenten sind zum einen absolute Fachleute auf ihrem Gebiet, forschen ständig zu den Themen, die sie Ihnen präsentieren, kommen zum anderen aber auch überwiegend aus der Region. So können sie neueste Forschungsergebnisse mit lokalem Bezug verbinden – wo dies möglich und sinnvoll ist. In unserer Region finden sich viele Spuren aus den Jahrtausenden menschlicher Besiedlung, und wir wollen Ihnen all das zeigen.

2018 jährt sich der Beginn des Dreißigjährigen Krieges zum 400. Mal. Ihn als reinen Glaubenskrieg zu bezeichnen, verkürzt die äußerst differenzierten Konflikte dramatisch, die sich zwischen dem Prager Fenstersturz und dem Abschluss des gesamteuropäischen Friedenskongresses von Münster und Osnabrück entluden. Der Dreißigjährige Krieg ist deshalb auch nur Anstoß und nicht ausschließlicher Inhalt des neuen Halbjahresthemas im studium generale der BiP. Religion und Glaube haben als Welterklärungsversuche der Menschen die Gesellschaften auf unterschiedlichste Weise in zweifellos überragender Weise geprägt. Von den Kultstätten vorschriftlicher Gesellschaften über die polytheistischen Religionen in Ägypten, Athen und Rom bis hin zum unaufhaltsamen Aufstieg einer scheinbar kleinen jüdischen Sekte zur neuen, monotheistischen römischen Staatsreligion: dem Christentum. Während der Dreißigjährige Krieg auch eine innerchristliche Auseinandersetzung in der Folge der Luther’schen Reformation ist, stößt das Christentum davor und danach immer wieder mit dem Islam (Kreuzzüge, „Reconquista“) zusammen. Von der religiösen und politischen Ausgrenzung der Juden durch die Jahrhunderte bis hin zum deutschen Menschheitsverbrechen der Shoah ganz zu schweigen. Auch heute, nach 300 Jahren Zeitalter der Aufklärung, spielen Religion und Glaube wichtige Rollen nicht nur im Leben vieler Menschen, sondern auch in der gesamtgesellschaftlichen Realität. Antisemitismus und Islamfeindlichkeit sind an der Tagesordnung, gleichzeitig kämpft die verfasste christliche Kirche um ihre soziale Bedeutung. Wir wollen uns den aktuellen, aber auch den historischen Fragen stellen und Phänomene besser verstehen lernen. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Bitte beachten Sie die besonderen Anmeldebedingungen zum studium generale am Ende dieses Themenschwerpunktes.

Religiöse Konflikte? Zur Situation in der frühneuzeitlichen Stadtgesellschaft am Beispiel der Stadt Frankfurt
Reihe studium generale

Die Reichsstadt Frankfurt am Main war nach der Reformation evangelisch. Dazu hatte sich der Rat der Stadt nach langem Ringen entschieden. Gleichwohl blieb sie nicht zuletzt als Wahl- und Krönungsstadt reichsunmittelbar dem katholischen Kaiser untergeordnet: St. Bartholomäus, der Dom, blieb katholisch, ebenso wie eine Reihe anderer Kirchen und die Klöster. Dazu kamen die deutsch- und auch französischsprachigen Reformierten, die vor allem aus den spanischen Niederlanden nach Frankfurt geflohen waren und hier ihre Gemeinden neu begründen wollten. Und schließlich gab es da noch die Juden, seit dem frühen Mittelalter in der Stadt ansässig und doch niemals gleichberechtigter Teil der Stadtgesellschaft.
Was im heute noch deutlich vielfältigeren Frankfurt unspektakulär anmutet, war in der frühneuzeitlichen Stadt eine Herausforderung für all diejenigen, die für den inneren Frieden Sorge trugen. Grundlage für kleinere und größere Konflikte war oft genug die Religion - oder war es etwas ganz anderes? Dieser Frage werden wir nachgehen.

Kategorie
 

Zielgruppen - Erwachsene (ab 18)

Kurs-Nr.
  1011003
Kursort
  Gelnhausen (verschiedene Orte)
                 
Anzahl Tage
  3 UE an einem Tag
Alle Kurstermine
 
Wochentag/Datum
 
Uhrzeit
 
Ort
  Do, 18.10.2018
  19:00 Uhr  bis  21:15 Uhr   Bildungshaus Main-Kinzig
 
Gebühr
  12.00 €
Kursleiter/in
  Kathrin S. Hartmann
Status
 
 
   
Dieser Kurs ist online nicht buchbar! Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an das VHS-Serviceteam unter der Telefonnummer 06051 / 91679-0
 
     
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Das studium generale trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Ganz wie in einem Studium können Sie sich für die gesamte Veranstaltungsreihe „einschreiben“ und erhalten so einen Subskriptionspreis*. Die Veranstaltungen liegen leicht planbar an insgesamt zehn Donnerstagabenden zwischen September 2018 und Januar 2019, die Ferien und Feiertage bleiben selbstverständlich ausgespart.

Das studium generale ist ein Gemeinschaftsprojekt, das langfristig ausgelegt ist. So sind alle unsere Expertinnen und Experten sehr motiviert, mit Ihnen gemeinsam in den nächsten Jahren Historie und Aktualität zu erforschen. Immer wieder werden dabei auch Gastreferentinnen und -referenten das Studium mit ihrer spezifischen Expertise bereichern.

*) Wenn Sie sich vor Beginn der Reihe, d. h. bis zum 11. September 2018, für alle zehn Veranstaltungen anmelden, erhalten Sie einen Rabatt von 20 % auf den Gesamtpreis. Statt 120 € kostet die Reihe dann 96 €. Abmeldungen für einzelne Veranstaltungen können dann im Laufe des Halbjahres allerdings nicht mehr berücksichtigt werden. Keine Kombination mit anderen Ermäßigungen möglich. 

Hier können Sie sich das pdf-Dokument () inkl. Anmeldung herunterladen. 

 

 

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