1. Halbjahr 2018:
Mensch und Tier

Die Volkshochschule der BiP präsentiert Ihnen nun schon zum zehnten Mal einen universitären Vortragszyklus, der über ein ganzes Halbjahr ein bestimmtes Thema beleuchtet, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht. Unsere Referenten sind zum einen absolute Fachleute auf ihrem Gebiet, forschen ständig zu den Themen, die sie Ihnen präsentieren, kommen zum anderen aber auch überwiegend aus der Region. So können sie neueste Forschungsergebnisse mit lokalem Bezug verbinden - wo dies möglich und sinnvoll ist. In unserer Region finden sich viele Spuren aus den Jahrtausenden menschlicher Besiedlung, und wir wollen Ihnen all das zeigen..

Technik bedeutet Fortschritt. Dazu fallen uns auf Anhieb menschheitsgeschichtlich bedeutsame Erfindungen wie das Rad oder die Entdeckung des Feuers ein. Im Laufe der Zeit wird dieser Fortschritt kleinteiliger: Die Kelten perfektionierten den Bergbau, im alten Ägypten wurde Nilschlamm für getrocknete Lehmziegel verwandt, im antiken Griechenland das Löten erfunden. Immer hatte der technische Fortschritt aber auch Auswirkungen auf die Gesellschaft, die ihn vorantrieb. Am deutlichsten sieht man das sicher an epochalen Beispielen wie der Erfindung der Dampfmaschine und der von ihr maßgeblich ausgelösten Industriellen Revolution, deren Auswirkungen Erwerbsmodelle, Landschaften, Städte, ja ganze Gesellschaften und vielleicht sogar die Weltgesellschaft per se transformierten. Unsere Technikbegeisterung wirft jedoch auch Fragen auf. Muss alles, was technisch möglich ist, auch gemacht werden? Diese Fragestellung hat ökonomische, ethische, vor allem auch soziale Implikationen. Wie wird sich unsere Gesellschaft langfristig durch die „Digitale Revolution" verändern? Wird es wieder eine Zeit technischen Rückschritts geben? Was ging zwischen Antike und Mittelalter verloren und musste später mühsam wiedererfunden werden? Welche gesellschaftlichen Folgen hatte diese Entwicklung oder war sie selbst die Folge einer gesellschaftlichen Umwälzung? Über die militärische Herkunft vieler Innovationen haben wir noch gar nicht gesprochen. Ein Thema voller - nicht nur wörtlicher - Sprengkraft erwartet uns im neuen sg-Semester.

Bitte beachten Sie die besonderen Anmeldebedingungen zum studium generale am Ende dieses Themenschwerpunktes.

Wieviel Tier verträgt der Wald? ? Von Ziege, Wolf und Auerwild im Spessart
Reihe studium generale

Tiere im Wald - das sind heute Rehe, Eichhörnchen oder Vögel. Die Wildkatze und der Luchs sind die aktuellen Beutegreifer, der Wolf gesellt sich hinzu. Beim Blick in die Geschichte des Waldes und der Tiere, die ihn bevölkerten, tritt uns nicht etwa ein stabiles Gleichgewicht von Mensch und Tier über Jahrhunderte entgegen, sondern vielmehr ein durchaus wechselnder Bestand verschiedener Arten. Beispielhaft sei der Auerhahn genannt, der bis in das 20. Jahrhundert im Hochspessart vielfach anzutreffen war. Ihm wurde die moderne Waldnutzung zum Verhängnis - zuviel Wald im Wald sozusagen. Die Ziege hingegen war weithin gefürchtet und es wurden eigene Grabenwerke (z. B. der Hegehack) errichtet, um ihrem Zerstörungswerk Einhalt zu gebieten. Heute ist der Biber wieder zurückgekehrt und er gestaltet seinen Lebensraum spürbar in unserer Kulturlandschaft, was auch die Frage nach dem Management für unsere Tierwelt aufwirft.

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Zielgruppen - Erwachsene (ab 18)

Kurs-Nr.
  1011008
Kursort
  63571 Gelnhausen, Bildungshaus Main-Kinzig, Frankfurter Str. 30
                 
Anzahl Tage
  3 UE an einem Tag
Alle Kurstermine
 
Wochentag/Datum
 
Uhrzeit
 
Ort
  Do, 14.06.2018
  19:00 Uhr  bis  21:15 Uhr   Bildungshaus Main-Kinzig
 
Gebühr
  12.00 €
Kursleiter/in
  Dr. Gerrit Himmelsbach
Status
 
 
   
 
     
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Die Volkshochschule der BiP präsentiert Ihnen nun schon zum elften Mal einen universitären Vortragszyklus, der über ein ganzes Halbjahr ein bestimmtes Thema beleuchtet, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht. Unsere Referenten sind zum einen absolute Fachleute auf ihrem Gebiet, forschen ständig zu den Themen, die sie Ihnen präsentieren, kommen zum anderen aber auch überwiegend aus der Region. So können sie neueste Forschungsergebnisse mit lokalem Bezug verbinden - wo dies möglich und sinnvoll ist. In unserer Region finden sich viele Spuren aus den Jahrtausenden menschlicher Besiedlung, und wir wollen Ihnen all das zeigen.

Das Verhältnis von Menschen und Tieren wirft zunächst ganz klassisch die Frage auf, woher überhaupt die Unterscheidung kommt. Sind die Menschen nicht auch Tiere? Mit welchem Recht erheben sie sich über die anderen Tiere und bezeichnen sich als „Krone der Schöpfung" bzw. als „Homo sapiens", bis vor Kurzem sogar in der Dopplung als „weiser weiser Mensch"? Folgt man dieser Unterscheidung, für die es natürlich viele gute Gründe gibt, erkennt man, dass das Tier für den Menschen schon immer mehr war als „nur" Beute. Bewunderung für denen des Menschen überlegene tierische Eigenschaften oder die Ehrfurcht davor führten zu einer kulthaften Überhöhung mancher Tiere bis hin zu Göttern, die in Tierform erschienen. Zudem: Jagten eigentlich wirklich nur die frühzeitlichen Männer die Tiere und die Frauen sammelten lediglich Kräuter? (Oder sagt unser Bild von den vorzeitlichen Gesellschaften mehr über uns aus als über sie?) Was sahen Ägypter, Griechen und Römer in den Tieren? Was hat das Verhältnis der Spezies untereinander hier in unserer Region bestimmt? Und welche Diskussionen führen wir heute mit den Schlagworten (moralischer) Veganismus, Tierrechtsbewegung, Öko-Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, Circus- und Zootiere - um nur einige zu nennen? Es ergeben sich viele Ansatzpunkte für eine genauere Betrachtung durch alle Zeiten hindurch. 

*) Wenn Sie sich vor Beginn der Reihe, d. h. bis zum 20. Februar 2018, für alle acht Veranstaltungen anmelden, erhalten Sie einen Rabatt von 20 % auf den Gesamtpreis. Statt 96,00 € kostet die Reihe dann 76,80 €. Abmeldungen für einzelne Veranstaltungen können dann im Laufe des Halbjahres allerdings nicht mehr berücksichtigt werden. Keine Kombination mit anderen Ermäßigungen möglich.. 

 

Das studium generale trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Ganz wie in einem Studium können Sie sich für die gesamte Veranstaltungsreihe „einschreiben" und erhalten so einen Subskriptionspreis*. Die Veranstaltungen liegen leicht planbar an insgesamt zehn Donnerstagabenden zwischen Februar und Juni 2018, die Ferien und Feiertage bleiben selbstverständlich ausgespart.

Das studium generale ist ein Gemeinschaftsprojekt, das langfristig ausgelegt ist. So sind alle unsere Expertinnen und Experten sehr motiviert, mit Ihnen gemeinsam in den nächsten Jahren Historie und Aktualität zu erforschen. Immer wieder werden dabei auch Gastreferentinnen und -referenten das Studium mit ihrer spezifischen Expertise bereichern.

Hier können Sie sich das pdf-Dokument () inkl. Anmeldung herunterladen.  

 

 

Zusatzangebot
Exkursion zu Museen in Südhessen

Die Exkursion führt zu zwei vorzüglich neu gestalteten Museen in Südhessen: nach Darmstadt zum Hessischen Landesmuseum und in die alte Römerstadt Dieburg ins Museum Schloss Fechenbach. Im Jahr 2014 wurde nach langer Sanierung das Landesmuseum Darmstadt wiedereröffnet. Es präsentiert seine reiche naturkundliche und kunsthistorische Sammlung in moderner Gestaltung dem Publikum. Höhepunkte sind die fossilen Funde der Grube Messel, die vorzüglichen Modelle zur Menschheitsgeschichte (einzigartig in Europa!), die Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte, die zur Römerzeit und die umfangreiche zoologische Sammlung. Nach unserem ausgiebigen Besuch und einer Pause geht es auf dem Rückweg nach Dieburg - hier besuchen wir das Museum Schloss Fechenbach mit seiner hochinteressanten städtischen Sammlung, die rund 2000 Jahre Stadtgeschichte behandelt. Rückkehr nach Gelnhausen wird gegen 18.30 Uhr sein.

Abfahrt in Gelnhausen 9.30 Uhr, Rückfahrt gegen 17.00 Uhr. Bitte beachten Sie: Diese Exkursion ist nicht Teil des Gesamtpreises für Abonnenten, diese erhalten jedoch auch auf diese gesondert buchbare Veranstaltung ebenfalls 20 % Rabatt (zahlen also lediglich 47,20 statt 59,00 €). Im Preis enthalten sind der Transfer Gelnhausen - Darmstadt - Dieburg - Gelnhausen, Eintrittspreise und Führungen in beiden Museen durch Mario Becker. Dieser Kurs ist von den in den AGB genannten Rabatten ausgenommen. Abmeldefrist: 20.03.2018

 

 

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