22.06.2011 |
Chancen und Risiken des Atomausstiegs diskutiert

Schüler des LOG Bruchköbel diskutieren mit einem Experten des Öko-Instituts komplexes Thema auf hohem Niveau - Reihe „Politische Bildung in der Aktualität" der Volkshochschule fortgesetzt


Thematisch stimmig hatte man sich eigens in einem der Physik-Hörsäle der Schule zusammengefunden. Kein leichtes Thema, technisch anspruchsvoll und bis vor kur-zem noch politisch hoch umstritten - doch davor scheuten der Veranstalter, die Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig (BiP-vhs) und der Gastgeber, das Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium (LOG), nicht zurück. Es machte sich bezahlt: Gerhard Schmidt von der Darmstädter Dependance des renommierten Freiburger Öko-Instituts konnte alle Fragen der Schülerinnen und Schüler mit eindrücklichen Schaubildern, keineswegs vereinfachend, aber sehr verständlich beantworten. Seit mehr als 22 Jahren ist Schmidt, von Hause aus Ingenieur, am Öko-Institut tätig und arbeitet dort zu den Themen Nukleartechnik und Anlagensicherheit. Zupass kommt ihm für Aufgaben wie jetzt am LOG seine frühere Tätigkeit als Berufsschullehrer. Das war auch Alexander Wicker, Fachbereichsleiter Gesellschaft bei der BiP, bei der Referentensuche für das Expertengespräch wichtig: „Schüler sind natürlich ein anderes Publikum als Kollegen bei einem wissenschaftlichen Fachkongress. Deshalb legen wir bei der Auswahl der Experten, die wir an die Schulen im MKK bringen, besonderen Wert auf die Fähigkeit, Themen auch vermitteln zu können." Politische Neutralität beziehungsweise Überparteilichkeit, so Wicker weiter, sei zudem oberstes Gebot in der politischen Bildung.

Die Schülerfragen, wie immer im Mittelpunkt der Veranstaltungen der BiP-vhs, gingen auch weniger in Richtung einer politischen Einschätzung, vielmehr stellten die angehenden Abiturienten technische Fragen nach der Machbarkeit des Atomausstiegs, der Rolle von alternativen Energien, der derzeitigen und künftigen Versor-gungssituation in Deutschland, der Kohlendioxidbilanz verschiedener Energieträger und nach der Endlagersituation. Immer wieder flocht der Experte ganz grundsätzliche und wenig bekannte Informationen ein, holte also weit aus bei der Beantwortung der Fragen und konnte so auch überraschende Erkenntnisse vermitteln.

Das Angebot der BiP-vhs passte vom Termin her optimal in die Planungen des LOG, seit 2009 auch „Club of Rome"-Schule, hatte doch just tags zuvor ein ganzer Projekttag dazu stattgefunden. Die dort erarbeiteten Erkenntnisse und Diskussionsstände konnten so im Gespräch mit dem Experten Schmidt überprüft und vertieft werden.

Die Verantwortlichen der Schule, allen voran Fachbereichsleiter Manfred Marquardt und Fachsprecher Ralf Rosenmaier, waren sehr erfreut über den Besuch des Darmstädter Experten, auch so kurz vor den Ferien. Im kommenden Schuljahr wird der Fachbereich Gesellschaft der BiP-vhs wieder aktuelle Angebote an Schulen machen, ein Schwerpunkt wird dabei ein großes Projekt zur Extremismusprävention sein, das im Herbst startet. Das LOG zeigte sich neben anderen Schulen aus Freigericht, Hanau, Maintal, Gelnhausen und Schlüchtern in ersten Gesprächen sehr interessiert.

 

Chancen und Risiken des Atomausstiegs diskutiert


Das Bild zeigt Gerhard Schmidt vom Öko-Institut bei dem Schülergespräch am LOG 

 

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