17.06.2011 | Lebhafte Diskussion
über arabische Freiheitsbewegungen

Expertin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung zu Gast an der
Albert-Einstein-Schule - Reihe „Politische Bildung in der Aktualität" der Volkshochschule fortgesetzt


„Welche Gruppen haben denn in der tunesischen Opposition die Oberhand?", „Werden durch die Revolution Geschlechterrollen in den jeweiligen Gesellschaften aufgeweicht?", „Warum werden in Libyen Luftangriffe geflogen und in Syrien nicht?" - das waren nur drei der vielen Fragen, die die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Jahrgänge 10 und 11) der Albert-Einstein-Schule Maintal ihrem Gast stellten. Die vhs der Bildungspartner Main-Kinzig (BiP) hatte im Rahmen ihrer Reihe „Politische Bildung in der Aktualität" Karima El Ouazghari von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) eingeladen, um mit den Schülern über eines der brisantesten außenpolitischen Themen derzeit zu diskutieren.

Der Wunsch nach dem Expertengespräch kam von den Schülern selbst. Die vhs der BiP unterhält gemeinsam mit dem Büdinger Kreis e.V. - einem überparteilichen Verein zur politischen Bildung und Kommunikation - seit Anfang des Schuljahres eine Demokratiewerkstatt (DW) an der Maintaler Schule. Dort treffen sich in etwa alle zwei Wochen interessierte Schülerinnen und Schüler und diskutieren über politische Themen. Darüber hinaus werden sie dann selbst zu politischen Bildnern, indem sie Bedarfe und Veranstaltungsformate gemeinsam mit der betreuenden BiP für ihre Mitschüler realisieren. „Die Schülerinnen und Schüler sind auf das Thema gekommen, wir haben sie dann bei der Referentensuche und der Organisation unterstützt," erläutert Alexander Wicker, der zuständige Fachbereichsleiter Gesellschaft der BiP. Wicker macht solche Schülergespräche seit 15 Jahren und ist dennoch immer wieder angenehm von der Qualität und dem Tiefgang der Fragen sowie der Diskussionskultur überrascht. Möglicherweise liegt das auch am Konzept, das dessen Macher, zu denen auch BiP-Geschäftsführer Dr. Karsten Rudolf zählt, ebenfalls anwesend, diesen Veranstaltungen zugrunde legen. „Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Fragen der Schüler, nicht ausschließlich auf, sondern vor allem mit dem Podium wird diskutiert. Wenn sich die Schüler in dieser Weise ernst genommen fühlen und sie nicht nur Statisten sind, trägt dies, ebenso wie eine intensive Vor- und Nachbereitung im Unterricht, wesentlich zum Gelingen eines solchen Gesprächs bei.", nennt Rudolf die wesentlichen Erfolgsfaktoren der BiP-Schulveranstaltungen.

Viel Interessantes war so zu vernehmen, neben den Standpunkten der Schüler zum Engagement der westlichen Welt im arabischen Raum waren das vor allem die Ausführungen von Frau El Ouazghari, die im Besonderen auf die Diversität des aus westlicher Perspektive oft als einheitlich wahrgenommenen arabischen Raums hinwies und so ein differenziertes Bild von den jeweiligen Oppositionsbewegungen und deren Erfolgschancen zeichnen konnte.

Die Schüler befanden die Diskussion als sehr hilfreich. Zum Abschluss der Veranstaltung trat Julia Kampa, eine Schülerin der Demokratiewerkstatt, die gemeinsam mit Schulleiter Frank Maier die Anwesenden auch schon begrüßt hatte, noch einmal ans Mikrofon und ermunterte ihre Mitschüler, Teil der DW zu werden. So können mit Unterstützung der vhs auch künftig Expertengespräche, Planspiele, Ausstellungen oder ähnliches den Politik und Wirtschafts- sowie den Geschichtsunterricht ergänzen und bereichern. Nach den Ferien geht es weiter!

 

Lebhafte Diskussion über arabische Freiheitsbewegungen


Das Bild zeigt auf dem Podium (v.l.n.r.) Karima El Ouazghari (HSFK) und Alexander Wicker (BiP) 

 

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