21.10.2008 | Interesse der Kinder an Naturwissenschaft
und Technik wecken

30 Kindergärten und Kindertagesstätten im MKK sollen Haus der kleinen Forscher werden


Dr. Karsten Rudolf, Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP), und Christina Mersch, Projekt- koordinatorin der Kita-Netzwerke Deutschland, haben eine Kooperationsvereinbarung unterschreiben, wonach sich die BiP aktiv an der Initiative „Haus der kleinen Forscher" beteiligt und sie als Netzwerkpartner im Main-Kinzig-Kreis umsetzt. Zu den Zielen dieser Initiative gehören die Erlebbarmachung von Naturwissenschaft und Technik für Kinder in Vorschul-Einrichtungen und die Förderung frühkindlicher Bildung, um damit einen Beitrag zur Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland zu leisten.

„Der Main-Kinzig-Kreis ist damit der erste Landkreis in Hessen, der sich der Verwirklichung der Ziele der Initiative Haus der kleinen Forscher, die von der von Helmholtz-Gemeinschaft, der McKinsey & Company, der Siemens AG und der Dietmar Hopp Stiftung getragen wird, verschrieben hat", so Christina Mersch. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, die die Initiative auch finanziell unterstützt.

Mersch wies daraufhin, dass die Initiative "Haus der kleinen Forscher" spielerisch die Begeisterung der drei- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen fördern will. Gerade in den ersten Lebensjahren, wenn die Aufnahmefähigkeit besonders groß ist, sollen das Interesse der Kinder für Naturphänomene und Technik geweckt werden.

Dabei ist keineswegs an Vorlesungen gedacht - vielmehr steht das spielerische Experimentieren in den Kindertagesstätten im Mittelpunkt. Unterstützt vom "Haus der kleinen Forscher" fördern Erzieherinnen und Erzieher auf diese Weise bei den Mädchen und Jungen die Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene. Zugleich entwickeln die Kinder ihre Lern-, Sprach- und Sozialkompetenz sowie motorischen Fähigkeiten.

Das Programm umfasst mehrere Bausteine: Workshops für die Erzieherinnen und Erzieher, Arbeitsmaterialien (Experimentierkarten), Patenschaften von Experten für einzelne Kitas und eine Internet-Plattform. Zudem können einzelne Kitas durch die Teilnahme am Programm die Auszeichnung "Haus der kleinen Forscher" erhalten. Voraussetzung hierfür ist der Besuch von mindestens zwei Schulungen, der Eintrag von 20 Experimenten ins Logbuch und die intensive Reflexion von zwei Projekten. Das Material wird dabei von der Geschäftsstelle in Berlin gestellt. Die BiP führt die Schulungen vor Ort durch und organisiert das Netzwerk der teilnehmenden Einrichtungen.

Die BiP, unter deren Dach die Volkshochschule angesiedelt ist, beteiligt sich laut Geschäftsführer Dr. Karsten Rudolf an dieser Initiative, „weil es bestens in den Auftrag der BIP passt, lebenslanges Lernen zu fördern. Hierzu gehört auch die Förderung der Lernprozesse bereits im Kindesalter. Das Hervorstechende des Projektes aber ist seine Nachhaltigkeit, durch die es sich von punktuellen Initiativen abhebt."

Im Übrigen soll damit aber vor allem dem durch den demografischen Wandel sichtbar werden Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Rudolf: „Der durch den demografischen Wandel auch in unserer Region schon heute spürbare Fachkräftemangel wird sich noch dramatisch zuspitzen. Er wird durch den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und die abnehmende Bevölkerungszahl verstärkt. Bundesweit werden bereits im Jahr 2015 elf Prozent der Stellen für Ingenieure und Naturwissenschaftler nicht besetzt werden können. Umso wichtiger ist es, dass wir bereits heute bei Kleinkindern das Interesse für solche Berufe wecken und einen entsprechenden Beitrag vor Ort leisten."

Ansprechpartner für die Aktion sind bei der BiP der zuständige VHS-Fachbereichsleiter Horst Günther sowie Beate Löb, die das Netzwerk betreuen und die Schulungen gemeinsam mit Uli Brenner durchführen wird.

Der offizielle Startschuss fällt mit der Gründung eines Netzwerkes und einer Auftaktveranstaltung Anfang 2009, mit der die Träger der Kindertagesstätten in allen Kommunen angesprochen werden sollen. Anschließend sollen die ausgewählten Kindertagesstätten geschult und für die Aktion vorbereitet werden. „Wir hoffen, dass sich möglichst Kindertagesstätten aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis beteiligten. Unser Ziel ist es, bis zu 30 Einrichtungen innerhalb von eineinhalb Jahren zu Häusern der kleinen Forscher in der Region zu machen", erklären Rudolf und Günther abschließend.

 

Bild 1 zur Pressemitteilung vom 21.10.2008


Das erste Bild zeigt Christina Mersch, Projektleiterin der Kita-Netzwerke Deutschland und Dr. Karsten Rudolf, Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Bild 2 zur Pressemitteilung vom 21.10.2008


Das zweite Bild zeigt Dr. Karsten Rudolf (Geschäftsführer der BiP), Beate Löb (Dozentin der BiP), Christina Mersch (Projektleiterin der Kita-Netzwerke Deutschland) und Horst Günther (Fachbereichsleiter der BiP-VHS) bei der Vorstellung der Initiative

 

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien (Pressedownload) anbieten: 

BiP-Pressemitteilung 21-10-2008 (PDF)

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BiP-Pressemitteilung 21-10-2008 (Bild 1)

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BiP-Pressemitteilung 21-10-2008 (Bild 2)

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